{"id":2896,"date":"2011-10-06T10:01:41","date_gmt":"2011-10-06T09:01:41","guid":{"rendered":"http:\/\/offramp.ch\/?p=2896"},"modified":"2025-06-28T20:33:24","modified_gmt":"2025-06-28T19:33:24","slug":"design-thinking","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/postmodular.de\/category\/post\/design-thinking\/","title":{"rendered":"Kann der Bankkunde\u00a0profitieren?"},"content":{"rendered":"<p>&#8218;Design Thinking&#8216;\u00a0ist ein <em>management fad<\/em> \u2026 &#8218;Designdenke&#8216; wird operationalisiert, weil sie ganz offensichtlich f\u00fcr gewisse Erfolge steht (Apple ist hier ein oft bem\u00fchtes Beispiel). Ich bezweifle, ob es gelingt, &#8218;Designdenke&#8216; zu isolieren und als Methode herauszupr\u00e4parieren. &#8218;Designdenke&#8216; ist eine mentale Anlage, eine spezifische Pr\u00e4disposition, Ausdruck einer Pers\u00f6nlichkeitsstruktur (z.B. der von Tim Brown). Daher behaupte ich, &#8218;Designdenke&#8216; in diesem pauschalen Sinne ist ein mysteri\u00f6ses Managementdekor f\u00fcr die Organisation. Die Vorgehensweisen hinter diesem etwas libidin\u00f6sen Begriff sind m\u00f6glicherweise hilfreich, aber beileibe nichts Neues. Offenbar wird hier Grenzen \u00fcberschreitendes Denken, Kombinatorik, Offenheit und Intuition f\u00fcr viele Unternehmen erst dann salonf\u00e4hig, wenn diese ehemals &#8218;anr\u00fcchigen&#8216; Prinzipien domestiziert sind und einen Preis haben. Wenn man &#8218;Design Thinking&#8216; tats\u00e4chlich praktizieren will \u2014 also den oben genannten Prinzipien folgen will \u2014 , dann ist man ja bereits da, wo man hinwill.<\/p>\n<p>Nachfolgend ein\u00a0<a href=\"https:\/\/lochmaier.wordpress.com\/2011\/10\/06\/design-thinking-interview-kann-der-bankkunde-profitieren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Blog-Interview<\/a> zum Thema &#8218;Design Thinking&#8216;\u00a0als Instrument der Finanzwirtschaft.\u00a0Das Gespr\u00e4ch mit mir f\u00fchrte Lothar Lochmaier.<\/p>\n<h4 id=\"post-6863\">Design Thinking (Interview): Kann der Bankkunde\u00a0profitieren?<\/h4>\n<div class=\"main\">\n<p><strong>Mit Blick auf das\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Design_Thinking\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Design Thinking\u00a0<\/a>in der\u00a0Finanzindustrie hatte ich auf diesem Weblog bereits eine ausf\u00fchrliche Betrachtung geschrieben, die die Leser von Social Banking\u00a0<a href=\"https:\/\/lochmaier.wordpress.com\/2011\/05\/02\/interview-wie-real-lasst-sich-geld-redesignen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a>\u00a0nachlesen k\u00f6nnen. Die spannende Frage lautet nun, ob sich dadurch in der Beziehung zwischen Finanzdienstleister und Kunde etwas \u00e4ndert bzw. sogar verbessert.<\/strong><\/p>\n<p>Wieder einmal haben Finanzdienstleister die gro\u00dfen Design-Preise dieser Welt abger\u00e4umt. So gewann unter anderem die Deutsche Bank den morgen am 7. Oktober in Berlin verliehenen\u00a0<a href=\"http:\/\/de.red-dot.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Red Dot Design Award\u00a0<\/a>mit ihrem\u00a0Brandspace. Ein neues Markenerlebnis f\u00fcr die Kunden, lautet immerhin die Botschaft der gr\u00f6\u00dften deutschen\u00a0Universalbank.\u00a0Doch profitieren wir alle wirklich von bunten Bilderwelten, die in erster Linie der eigenen Markeninszenierung dienen? \u00dcber den schmalen Grat\u00a0zwischen\u00a0Mythos und Realit\u00e4t von Design Thinking habe ich deshalb mit\u00a0Professor Gerhard Buurman\u00a0gesprochen, wir hatten uns anl\u00e4sslich des Business Engineering Forums in Bregenz kennen gelernt. Zu seiner Vita:\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gerhard_M._Buurman\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gerhard Buurman\u00a0<\/a>absolvierte zun\u00e4chst eine Ausbildung als Giessereimodellbauer bei BMW und studierte von 1986 bis 1992 Industrial Design\u00a0an der Universit\u00e4t Essen. Im Jahre 2005 initiierte Buurman den Aufbau des\u00a0<em><a href=\"http:\/\/www.sdfb.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Design Institute for Finance and Banking\u00a0<\/a>(SDFB)<\/em>, ein Kooperationsprojekt zwischen der ETH Z\u00fcrich, der Universit\u00e4t Z\u00fcrich und der Universit\u00e4t St. Gallen. 2007 wurde er deren Vorsitzender des Vorstandes, seit 2010 ist er Pr\u00e4sident des Forschungsrates. \u00dcber aktuelle SDFB-Projekte, die auch eine starke Schnittstelle zu sozialen Medien und neuen nutzerzentrierten Gesch\u00e4ftsmodellen wie dem Social Lending haben, kann man sich\u00a0<a href=\"http:\/\/www.sdfb.ch\/de\/projekte\/flow\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a>\u00a0einen Eindruck verschaffen. Das haupts\u00e4chliche Arbeitsgebiet\u00a0von Buurman sind die Bereiche Design und Designtheorie, wobei die Einfl\u00fcsse\u00a0von Informationstechnologien ein tragendes Element darstellen.\u00a0Im Produkt- und Kommunikationsdesign erhielt er nationale wie internationale Auszeichnungen.\u00a0Gerhard Buurman er\u00f6ffnete zudem nach dem Studium\u00a0mit Partnern ein Atelier f\u00fcr Produkt- und Kommunikationsdesign. Seit 2003 ist er Partner der Designagentur Plasma Design in Z\u00fcrich.\u00a0\u00a0Kommen wir nun aber direkt zum eigentlichen Thema:\u00a0Wie k\u00f6nnte der Bankkunde vom Design Thinking profitieren?<\/p>\n<p><strong>Social Banking 2.0: Herr Prof. Buurman, glauben Sie denn, dass es m\u00f6glich ist, in den Geldkreislauf und dessen Wertsch\u00f6pfung in einem vollst\u00e4ndig integrierten Design-Ansatz abzubilden und zu implementieren, oder bleibt das am Ende nur ein modischer Zuckerguss \u00fcber einem \u00fcberwiegend selbstreferenziellem Gesch\u00e4ftsgebahren?<\/strong><\/p>\n<p>Gerhard M. Buurman: Ich bin der \u00dcberzeugung, das wir zun\u00e4chst kl\u00e4ren sollten, was Design ist. Wenn wir unter diesem Begriff ausschliesslich die \u00e4sthetische und funktionale Gestaltung von Benutzerschnittstellen verstehen, dann sehe ich hier tats\u00e4chlich wenig Perspektive f\u00fcr grundlegende Innovationen. Wichtiger scheint mir f\u00fcr die Zukunft, dass wir uns im Design auch um die Modelle und Theorien k\u00fcmmern, die hinter diesen Benutzerschnittstellen wirken. Sie bestimmen letztendlich die Informationsqualit\u00e4t [f\u00fcr Bank und Kunde] und sind massgeblich \u2013 da\u00a0 handlungsanleitend.<\/p>\n<p><strong>Social Banking 2.0:\u00a0Wie k\u00f6nnte denn Ihrer Auffassung nach eine gleichsam idealtypische wie alltagstaugliche Definition von Design Thinking f\u00fcr die Finanzindustrie aussehen?<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin kein grosser Anh\u00e4nger dieses Neuwortes. Wesentlich f\u00fcr mich ist die Gewissheit, dass wir in unseren Gesellschaften zuk\u00fcnftig die oben angesprochenen Modelle und Theorien umfassend, partnerschaftlicher und mit Gemeinsinn verhandeln, bevor wir auf deren Grundlage m\u00f6glicherweise riskante Dienstleistungen entwickeln und unter die Menschen bringen. Das Design hat in seiner Geschichte immer schon so gedacht und auch so gehandelt. Dass wir diese lang ge\u00fcbte und erfolgreiche Praxis nun als \u201aDesign Thinking\u2018 neuerlich propagieren ist gut \u2026 wenn es denn wirklich fruchtet. Neu ist es jedenfalls nicht.<\/p>\n<p><strong>Social Banking 2.0:\u00a0<\/strong>\u00a0<strong>Wie sch\u00e4tzen Sie den derzeitigen Status Quo ein, gibt es Banken, die Design Thinking bereits in der einen oder anderen Form praktizieren?<\/strong><\/p>\n<p>Ich erkenne heute tats\u00e4chlich, dass viele Unternehmen an sehr vielen Stellen ihre einge\u00fcbte Betriebsamkeit auf den Pr\u00fcfstand stellen, neue Gesch\u00e4ftsmodelle entwickeln, sich dem Wandel durch neue Technologien stellen etc.. Die neue Betriebsamkeit ist aus meiner Sicht hingegen zun\u00e4chst Ausdruck einer Verunsicherung und weniger Zeichen einer tieferen Einsicht. Wenn wir unter dem Stichwort \u201aDesign Thinking\u2018 auch weiterf\u00fchrende Fragenkomplexe einbeziehen wollen \u2013 Stichwort: Wohlstand, interkulturelle Gerechtigkeit, Fortschritt, Wachstum etc. \u2013 dann erkenne ich hier vor allem ein offenes Feld. Wir m\u00fcssen m\u00f6gliche Zuk\u00fcnfte unserer Wohlstandsgesellschaft zun\u00e4chst einmal definieren, kommunizieren und breit diskutieren \u2013 erst dann k\u00f6nnen wir uns auf den Weg machen, sie umzusetzen. Hierf\u00fcr braucht es eine Zeit gemeinsamen Nachdenkens, eine Zeit des Experimentierens und des Bewertens. Nur in einer solchen fehlertoleranten Kultur kann Fortschritt geschehen.<\/p>\n<p><strong>Social Banking 2.0: Wie tief m\u00fcsste man denn ins Gesch\u00e4ftsmodell von Banken eingreifen, um Geld \u00fcberhaupt erfolgreich zu redesignen?<\/strong><\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen doch das Geld nicht redesignen. Geld ist zun\u00e4chst ein Wert\u00e4quivalent, es hat eine Wertaufbewahrungsfunktion und ist nicht mehr als eine Informationsgr\u00f6sse. In der einen oder anderen Form wird es so etwas wie \u201aGeld\u2018 immer geben. Was meiner Meinung nach fehlt ist die Auseinandersetzung mit den Wert\u00e4quivalenten. Was wir brauchen sind neue Wertedebatten und aussagef\u00e4hige Alternativen \u2026\u00a0ZEIT \u2026\u00a0SINN \u2026 FAIRNESS \u2026 Wissen \u2026 sowie Antworten auf die Frage, wie wir diese sperrigen Werte mit unseren technizistischen Verhandlungssystemen verarbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Und was die Institution Bank angeht: Banken haben wichtige volkswirtschaftliche Aufgaben zu erf\u00fcllen. Sie sind in ihrer Funktion allerdings v\u00f6llig falsch verstanden und auch \u00fcberfordert, wenn wir unsere Wohlstandsfrage allein durch ihre Rechenmodelle beantwortet wissen wollen.<\/p>\n<p><strong>Social Banking 2.0: Es gibt einige Gro\u00dfbanken wie die\u00a0Deutsche Bank, die sich offen zu einem konzeptionellen Design Thinking bekennen, was halten Sie davon?<\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal muss ich auf mein obiges Statement zum Thema Design Thinking verweisen. Dar\u00fcber hinaus kenne ich zu wenig\u00a0die interne Innovationskultur der Deutschen Bank. Was ich weiss ist, dass erfolgreiche Unternehmen stets nah am Zeitgeist operieren und mit solchen Slogans kommunikativ sehr geschickt umgehen. Entscheidend ist aus meiner Sicht, was hinten rauskommt.<\/p>\n<p><strong>Social Banking 2.0: Ver\u00e4ndern sich durch das Internet die Spielregeln in der Finanzwelt, etwa durch die st\u00e4rker aufkommenden virtuellen W\u00e4hrungseinheiten, oder ist dies nur eine Modewelle?<\/strong><\/p>\n<p>Ja, nat\u00fcrlich ver\u00e4ndert sich dadurch Vieles. Die Frage ist, wird das Gesamtproblem [Informationsqualit\u00e4t] dadurch gel\u00f6st und wird nicht Vieles aus Kundensicht noch komplexer und verwirrender? Was ich erkennen kann ist die Tendenz, dem Kunden mehr Eigenst\u00e4ndigkeit einzur\u00e4umen. Hierf\u00fcr eignet sich Technologie hervorragend. Die Banken stellen also die Technologie \u2013 die Kunden nutzen sie. Aus meiner Sicht geht das jedoch an der Kernaufgabe der Banken vorbei \u2013 BERATUNG. Das ist ein \u00e4hnliches Problem wie es die Kirche derzeit besch\u00e4ftigt. Die Menschen spielen mit unterschiedlichen Glaubensbekenntnissen, sie experimentieren mit ihren Glaubensfragen. Solche postkonfessionellen Verhaltensweisen finden wir auch beim Bankkunden. Sehen wir, wohin das f\u00fchrt. Vielleicht vertrauen wir ja am Ende nur noch technisch illusionierten Bildern, weil sie uns gef\u00e4llige Modelle der Realit\u00e4t liefern.<\/p>\n<p><strong>Social Banking 2.0:<\/strong>\u00a0<strong>Wie s\u00e4he denn Ihrer Auffassung nach eine redesignte Bank am Puls der Realwirtschaft, Umwelt und dem Menschen aus, gibt es dazu konkrete Gestaltungsoptionen?<\/strong><\/p>\n<p>Ehrlich gesagt glaube ich, das wir diese Banken schon einmal hatten. Wir sollten zur\u00fcck schauen und sehen, wie das Zusammenspiel [Interaktion] von Menschen, Unternehmen und Banken in der vortechnologischen Zeit funktioniert hat. Da haben die Bankmitarbeiter im Normalfall hingeschaut, kritisch gepr\u00fcft, da hat Sachverstand und Empathie miteinander gerungen. Heute folgen wir strikten Regeln und vertrauen technischen Modellen samt ihrer Analysen [siehe auch Frage 1]. Die Bedeutung der informationstechnik in der Finanzwirtschaft ist unumkehrbar [Bsp.: Algorithmic Trading], ihr wird eine wichtige Beratungs- oder Bildungskomponente folgen. Und im Kern wird die Frage lauten, wie wir als Konsumenten mit den komplexen Informationsangeboten umgehen. Adaptive \u00f6konomische und technologische Bildungsangebote \u2013 als integrale Elemente der Bankdienstleistung \u2013 halte ich f\u00fcr ein wichtiges und zuk\u00fcnftiges Thema.<\/p>\n<p><strong>Social Banking 2.0: L\u00f6st das Internet die Bankfiliale nicht in zehn Jahren komplett ab, insbesondere, wenn die Bankberatung au\u00dfer hohen Provisionen keinen realen Mehrwert vermitteln kann?<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr einige Gesch\u00e4ftsmodelle mag diese Zukunftsbeschreibung stimmen. Vor allem im Retailbanking k\u00f6nne man eine solche filialfreie Welt plausibilisieren. Die allermeisten Themen bed\u00fcrfen jedoch weiterhin Expertise und genaues Hinsehen. Hier ist die Technologie noch lange nicht bereit. Man muss auch sehen, dass jede Beratung eine taktische Komponente hat, die durch strategisch orientierte technische Regelsysteme nicht \u201agespielt\u2018 wird [oder sogar bewusst unterdr\u00fcckt wird]. Gute Beratung wird noch teurer \u2026 soviel ist sicher.<\/p>\n<p><strong>Social Banking 2.0: Oder anders herum gefragt: Besteht durch die Verlagerung des Bankings ins Netz nicht das Risiko, dass sich neues Blendwerk in der \u201eBunti-Klicki-Bank\u201c etabliert?<\/strong><\/p>\n<p>Da sind wir doch schon. F\u00fcr mich als Kunden zeigt sich die Welt des Banking heute als eine immer buntere, abwechslungs- und variantenreichere oder auch verwirrendere \u201aSpielwiese\u2018. Und es zeigt sich, dass sich sehr viele simple Konzepte wechselseitig zitieren. Der Boden f\u00fcr wirklich innovative Modelle in den Bereichen integrierte Informationsdienste, Benutzerschnittstelle, Bildung und Lernen u.v.a. ist noch nicht bereitet. Hier gibt es weder funktionierende technische Regeln, komponentenbasierte standardisierbare Schnittstellen noch gibt es tragf\u00e4hige Gesch\u00e4ftsmodelle. Das alles ist aber im entstehen. Es brauch Zeit, Experimente und eine verbesserte dezidierte Forschung am Thema \u201aKundenschnittstellen in der Dienstleistungsgesellschaft\u2019.<\/p>\n<p><strong>Social Banking 2.0: Welches ist Ihre Vision von einer kunden- und menschenfreundlichen Bank der Zukunft, und welches Design-Regelwerk m\u00fcsste dieser zugrunde liegen?<\/strong><\/p>\n<p>Meine Vorstellung einer Bank der Zukunft ist mehr die einer adaptiven, skallierbaren und rechtlich wie technisch gesicherten funktionalen Benutzerschnittstelle. Hinter dieser Benutzerschnittstelle werden sich viele hochspezialisierte Dienstleister ansiedeln, die die Funktionst\u00fcchtigkeit des Basissystems sowie seine funktionale Ausdifferenzierung gew\u00e4hrleisten und damit ihr Geld verdienen. Daneben kann ich als Kunde Beratungsunternehmen beauftragen, deren Gesch\u00e4ftsmodell die technisch-inhaltliche Beratung ist. Und es wird nat\u00fcrlich Banken geben, die die \u00fcbrigen volkswirtschaftlichen Funktionen garantieren. Mit denen wird der Normalverbraucher in der Regel nicht viel zu tun haben.<\/p>\n<p><strong>Social Banking 2.0: Kann eine (nicht nur designorientierte) Innovationskultur \u00fcberhaupt aus dem Banken- und Finanzsystem selbst heraus entstehen, oder bedarf es dazu neuer Spieler von au\u00dfen? Wer k\u00f6nnten diese ggfs. denn sein?<\/strong><\/p>\n<p>Die Innovationskultur haben wir durchaus, vielleicht erkennen wir sie nur noch nicht. Derzeit entstehen viele Ideen \u2013 und vergehen wieder \u2013 und wir m\u00e4andrieren in Richtung einer Systematik, die den geschilderten Anforderungen ein St\u00fcck weit gerechter werden als heute. Aber auch dieses k\u00fcnftige System wird Fehler in sich bergen. Fortschritt ist schon allein dadurch gesichert, dass wir die Fehler von Morgen in dieser Minute vorbereiten.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8218;Design Thinking&#8216;\u00a0ist ein management fad \u2026 &#8218;Designdenke&#8216; wird operationalisiert, weil sie ganz offensichtlich f\u00fcr gewisse Erfolge steht (Apple ist hier ein oft bem\u00fchtes Beispiel). Ich bezweifle, ob es gelingt, &#8218;Designdenke&#8216;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4046,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[59,91],"tags":[213,361,337,182,47,312],"class_list":["post-2896","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-interviews","category-post","tag-design_studies","tag-design-thinking","tag-design-methodik","tag-designeconomics","tag-digital-financial-ecosystems","tag-kritik","comments-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/postmodular.de\/category\/post\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2896","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/postmodular.de\/category\/post\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/postmodular.de\/category\/post\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/postmodular.de\/category\/post\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/postmodular.de\/category\/post\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2896"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/postmodular.de\/category\/post\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2896\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10338,"href":"https:\/\/postmodular.de\/category\/post\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2896\/revisions\/10338"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/postmodular.de\/category\/post\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4046"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/postmodular.de\/category\/post\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2896"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/postmodular.de\/category\/post\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2896"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/postmodular.de\/category\/post\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2896"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}